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Den 6. Oktober im Kalender rot anstreichen!

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Wahlen zur Kassenärztlichen Vereinigung am 6. Oktober 2016!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn wir bayerischen Hausärzte uns heute im Jahre der KVB-Wahlen einmal zurückerinnern an das Jahr 2010 und an die Wende, die wir in diesem Jahr durch unser sensationelles Wahlergebnis für den Bayerischen Hausärzteverband erreicht hatten, dann sollten wir uns den 6. Oktober 2016 in unseren Kalendern als Tag der Wahl zur KVB rot anstreichen.

Gründe dafür gibt es viele. Wesentlich ist wohl, dass seit diesem Jahr das lange Gegeneinander von Fachärzten und Hausärzten in der Politik der KVB beendet wurde und hoffentlich endgültig begraben bleibt. Das ständige und unablässige Gezerre um das Verschieben von Geldern von einem Topf in den anderen, eigentlich vom Hausarzttopf in den Facharzttopf, gehörte endlich der Vergangenheit an. Auch das damit zusammenhängende unablässige Diffamieren hausärztlicher Leistungen, um diesen Verschiebebahnhof zu begründen.

Die an sich schon schlechte Honorarsituation der Hausärzte in Deutschland wurde in Bayern damals noch weiter zementiert durch unablässige Prüfungen und Regresse, die einigen von uns im wahrsten Sinne des Wortes den "Kragen umgedreht" hatten. Die Regresse hatten Rekordhöhen von bis zu 100.000 Euro erreicht und bedeuteten manchmal das Ende einer Hausarztpraxis durch Verschuldung und Überschuldung. Hausarztverträge, die heute wesentlich zur Konsolidierung unserer Finanzen beitragen, waren im Wesentlichen alle gekündigt. Der Bereitschaftsdienst hatte abschreckende Strukturen in einer ganz und gar negativ überkommenen Situation, in der immer weniger Ärzte immer mehr Dienste schultern mussten. Schließenden Hausarztpraxen wurde keine Idee entgegengesetzt, wie zum Beispiel verwaiste Hausarztbereiche in Bayern durch Veränderung des Bereitschaftsdienstes wieder attraktiv zu machen.

Heute ist die KVB Dienstleister im Alltag der Ärztinnen und Ärzte. Die KVB und der Bayerische Hausärzteverband arbeiten gemeinsam an Projekten, wobei die Führung der KVB gemeinsam mit Fachärzten gestaltet wird. Der Bereitschaftsdienst wird nachhaltig reformiert und nachwuchsfest gemacht. Regress- und Prüfverfahren sind spürbar reduziert worden. Im Jahr 2015 hat es erstmals wegen Arzneimitteln kein einziges Prüfverfahren mehr gegeben. Wir haften nicht mehr für die Preise der Pharmaindustrie! Bei den Heil- und Hilfsmittelregressen wird es bis Ende 2016 genauso sein. Und wir haben keine Störfeuer mehr von Seiten der KVB bei unseren lukrativen und zukunftssicheren HZV-Verträgen zu befürchten.

Wenn wir einmal alleine die Zukunftssicherung der Hausarztpraxen betrachten, so haben wir festzustellen, dass der KV-Fallwert im Zeitraum seit der letzten Wahl 2010 von etwa 53 Euro auf 76 Euro um ca. 23 Euro gesteigert wurde und derjenige der HzV-Verträge bei ca. 90 € liegt. Das bedeutet eine Jahresumsatzsteigerung je nach Praxis um 80.000 bis über 90.000 Euro! Schon das alleine sollte uns den Wahltermin zur KVB-Wahl im Kalender rot anstreichen lassen, um die bestehenden KV-Strukturen zu erhalten. Die Veränderungen im Bereitschaftsdienst mit der bekannten Dienstpflicht für alle KV-Mitglieder und keine Dienstgruppen mehr unter 15 Teilnehmern haben daneben die Dienstärzte erheblich entlastet. Neue Pilotregionen testen neue Strukturen mit gestelltem Fahrer und Fahrzeug sowie den Aufbau von weiteren Bereitschaftspraxen in ganz Bayern.

Und deshalb gilt bei den KV-Wahlen 2016, bei den Wahlen zur Vertreterversammlung der KVB im Oktober 2016: Hausärzte müssen wieder die stärkste Fraktion stellen! Nur so kann die erfolgreiche KV-Hausarztpolitik in der KVB fortgesetzt werden! Nur so kann das Gegeneinander von Haus- und Fachärzten überwunden bleiben! Nur so sind die Schnittstellen-Themen zwischen HZV und EBM weiter gut gelöst! Nehmen auch Sie persönlich an der Wahl teil. Eine hohe Wahlbeteiligung hatte uns 2010 den Erfolg gebracht!

Ihr Dr. Nikolaus von Hollander, Delegierter Bayerischer Hausärzteverband Bezirk Oberbayern

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